PINA Unterstützungsnetz greift Familien unter die Arme

Das heurige Corona-Jahr trifft die sozial Schwachen ganz besonders. Das „PINA Unterstützungsnetz für Familien“ versucht, an der einen oder anderen Stelle Ausgleich zu schaffen.

In der Phase des zweiten Lockdowns im heurigen Jahr kamen einige Familien, die von PINA begleitet werden, wieder an ihre Grenzen. Für die einen war es beispielsweise eine große Herausforderung, dass die Tagesstruktur durch die Umstellung der Schulen auf Distance Learning abhandenkam. Dies traf vor allem Familien, die sich davor bereits in angespannten Situationen befanden, nicht selten auch aufgrund psychischer Erkrankungen innerhalb der Familien.

Für die anderen ergaben sich aufgrund der Umstände finanzielle Lücken, wenn beispielsweise die Gehaltsreduktion aufgrund von Kurzarbeit ein Loch in die angespannte finanzielle Situation riss. So auch bei der Familie N.: Die fünfköpfige Familie wohnt in einer zu kleinen Wohnung und lebt vom Einkommen des Vaters. Da dieser bereits seit dem Frühjahr auf Kurzarbeit geschickt wurde, kamen der Familie zehn Prozent vom Einkommen abhanden. Schweren Herzens mussten die Eltern entscheiden, sich vom Auto zu trennen. Dadurch entstand allerdings die Schwierigkeit, dass die Kinder nicht mehr rechtzeitig in die Schule und Kinderbetreuungen gebracht werden konnten, da alle woanders hinmussten und die Distanzen dazwischen recht groß waren.

Da wurde das „PINA Unterstützungsnetz für Familien“ aktiv: Kurzerhand wurde ein „Kiki“ aufgetrieben, mit dazugehörigem Fahrrad, das der Familie die Wege wieder rechtzeitig ermöglicht. Am Donnerstag konnten die beiden noch recht jungen Vorstandsmitglieder, Obmann LAbg. Christoph Thoma und Gerold Kornexl, die Fahrzeuge den Betreuern der Familie übergeben.

Gerade in den vergangenen Wochen konnte der Verein wieder einigen Familien unter die Arme greifen: Sei es mit Kinderkleidung, die der Verein über einen Aufruf im Internet sammeln konnte, oder über kurzfristige finanzielle Überbrückungen, die aus gesammelten Spenden finanziert wurden. Obmann Christoph Thoma strich bei der Übergabe heraus, dass mit dem „PINA Unterstützungsnetz für Familien“ eine Möglichkeit geschaffen wurde, den von PINA betreuten Familien rasch und unbürokratisch das Notwendigste zu ermöglichen. Schriftführer Gerold Kornexl merkte an, dass man nicht vergessen dürfe, dass am Wohlstand in Vorarlberg nicht alle teilhaben können. Beide bringen sich deshalb mit sehr viel Engagement in den Verein ein.

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