In der Schule lernt man für das Leben – daher ist es umso wichtiger, Wissen und Handeln für Umwelt- und Klimaschutz im Unterricht zu vermitteln und im Schulalltag zu integrieren. Diesem Ansatz folgend erhielten fünf Schulen aus Vorarlberg das Österreichische Umweltzeichen für ihre engagierte zukunftsorientierte Bildungsarbeit. Bildungsminister Heinz Faßmann und Herbert Kasser, Generalsekretär im Klimaschutzministerium in Vertretung von Klimaschutzministerin Leonore Gewessler, überreichten kürzlich die begehrte Auszeichnung.
Gerade Schulen sind ein zentraler Ort, an dem der Grundstein für eine nachhaltige Lebenswelt und Zukunft gelegt werden kann. Das Interesse und der Wissensdurst von Schüler:innen an Klima- und Umweltschutz ist ungebrochen und ist daher ein wichtiger Bestandteil des Unterrichts. 48 Schulen in allen neun Bundesländern wurde dafür das Österreichische Umweltzeichen, die ganzheitliche staatliche Auszeichnung für nachhaltige Bildungsarbeit, verliehen. Sie sind sich ihrer besonderen Rolle in der Umweltbildung bewusst und engagieren sich herausragend für Umweltschutz, Gesundheit und Wohlbefinden in der Schule.
„In Sachen Klima- und Umweltschutz gibt es sehr viele spannende Aspekte, die es zu entdecken gibt. Gerade die jungen Generationen sind sehr an diesem wichtigen Zukunftsthema interessiert und leidenschaftlich daran beteiligt, an einer klimafreundlichen Zukunft mitzuwirken. In den Schulen mit dem Österreichischen Umweltzeichen wird genau dieses wichtige Gut vermittelt: Wie sie die Welt in eine gute Richtung mitverändern und gestalten und so auch einen wunderbaren Beitrag zum Klima- und Umweltschutz leisten können. Die Schülerinnen und Schüler bekommen dadurch auch eine gewichtige Stimme und die Möglichkeit, Klimaschutzprojekte in ihrer Gemeinde aktiv anzuregen und sich über die Schule hinaus für eine gesunde und vielfältige Natur und Umwelt einzusetzen. Mein Dank gilt den vielen engagierten Schülerinnen und Schülern und den Lehrerinnen und Lehrern“, sagt Klimaschutzministerin Leonore Gewessler.
Bildungsminister Heinz Faßmann hob die Vorbildwirkung der prämierten Schulen hervor: „In den Schulen gibt es vielfältige Aktivitäten, mit denen Ansätze der Umweltbildung in die Praxis umgesetzt werden. Eine Auszeichnung mit dem Österreichischen Umweltzeichen stärkt das positive Image der Schule und weckt somit das Interesse anderer Schulen, sich ebenfalls für Umwelt- und Klimaschutz speziell am eigenen Standort oder in der eigenen Region zu engagieren.“
Aktiver Umwelt- und Klimaschutz in den Schulen
In der Volksschule Blons im Bezirk Bludenz bauten die Schülerinnen und Schüler Kistengärtchen, die sie anschließend befüllten und bepflanzten. Danach pflegten und beobachteten sie die Setzlinge beim Wachsen. Im Bezirk Bregenz organisierte die Mittelschule Wolfurt eine „Ökowoche“, bei der bewusst auf Plastikvermeidung geachtet wurde. Aus gebrauchten Stoffresten und verblühtem Lavendel stellten die Schülerinnen und Schüler Duftsäckchen als nachhaltige Geschenke her. In Vorarlberg setzen insgesamt 18 Schulen mit dem Österreichischen Umweltzeichen kreative Projekte für den Klimaschutz um.
Auflistung der 2021 ausgezeichneten Umweltzeichen-Schulen aus Vorarlberg:
· Volksschule Raggal – Bezirk Bludenz
· Volksschule Blons – Bezirk Bludenz
· Mittelschule Blons im Biosphärenpark Großes Walsertal – Bezirk Bludenz
· Bundesoberstufenrealgymnasium Egg – Bezirk Bregenz
· Mittelschule Wolfurt – Bezirk Bregenz
Ausgezeichnet Lernen
Das Österreichische Umweltzeichen für Schulen und Pädagogische Hochschule wurde im Jahr 2002 vom Umwelt- und Bildungsministerium mit Unterstützung vom Verein für Konsumenteninformation und dem Forum Umweltbildung eingeführt und seither regelmäßig weiterentwickelt. Die zertifizierten Bildungseinrichtungen setzen umfangreiche Maßnahmen für den Klimaschutz, die Gesundheitsvorsorge und das Wohlbefinden in der Schule. Aktuell tragen 142 Schulen in ganz Österreich das staatliche Umweltsiegel und unterstützen das Ziel, durch Bildungsarbeit eine nachhaltige Lebenswelt für jetzige und zukünftige Generationen zu schaffen. 49.200 Schülerinnen und Schüler, 5.900 Pädagoginnen und Pädagogen sowie über 800 weitere Mitarbeitende an den Schulen leisten einen aktiven Beitrag für ein verstärktes Umweltbewusstsein und den Klimaschutz.