Inseratenaffäre – Grüne Wirtschaft fordert sofortiges Ende der versteckten Parteifinanzierung

Christoph Hiebl © Darko Todorovic

Grüne Wirtschaft kündigt Anfrage in der Wirtschaftskammer zur offenbar versteckten Parteienfinanzierung des ÖVP-Wirtschaftsbundes an. Die Grüne Wirtschaft fordert ein sofortiges Ende der versteckten Parteienfinanzierung über Inserate in der Zeitung des ÖVP-Wirtschaftsbunds und eine Neuregelung der Inseratenakquisition der Wirtschaftskammer-Medien.

„Dass ein ÖVP-Mitarbeiter an jedem Inserat in der Wirtschaftskammer mitverdient, ist sofort abzustellen“, betont Christoph Hiebl, Regionalsprecher der Grünen Wirtschaft Vorarlberg. Er begrüßt die Anfragen von drei Landtagsparteien zum Thema und kündigt selbst eine Anfrage im erweiterten Präsidium der Wirtschaftskammer an: „Gemeinsam müssen wir die Mauer des Schweigens in der ÖVP brechen.“ 

Mauer des Schweigens seit 10 Jahren

Die Grüne Wirtschaft hat die Inseratengeschäfte des ÖVP-Wirtschaftsbunds bereits vor mehr als zehn Jahren thematisiert. Berichte des Ö1-Medienmagazins doublecheck#, Gsi.News – Nachrichten für Vorarlberg, der Tageszeitung Der Standard und der Kronen Zeitung bringen die dubiosen Inseratengeschäfte der ÖVP-Teilorganisation nun erneut aufs Tapet. „Transparenz und Ehrlichkeit“, fordert Hiebl sowohl von Wirtschaftskammerpräsident Hans-Peter Metzler als auch von Landeshauptmann Markus Wallner

Es sei bezeichnend, dass weder Wallner noch Metzler auf mehrfache Nachfragen von Medien reagiert haben: „Beide versuchen zu mauern, um die Einnahmen von mehreren Millionen Euro pro Legislaturperiode für den ÖVP-Wirtschaftsbund zu sichern“, ist Hiebl überzeugt. „Diese Mauer des Schweigens werden wir nun mit den demokratischen Mitteln, die uns zur Verfügung stehen, einreißen.“

Transparenz und Neuregelung der Vergabe gefordert

Die Grüne Wirtschaft Vorarlberg fordert eine umfassende Neuregelung der Inseratenvergabe der Wirtschaftskammer und volle Transparenz bei den Inseratengeschäften des ÖVP-Wirtschaftsbundes:

„Wir fordern die Wirtschaftskammer und die ÖVP zu einem Neustart auf. Volle Transparenz ist für die Vorarlberger ÖVP die einzige Chance, sich von der mutmaßlichen Inseratenkorruption auf Bundesebene glaubwürdig zu distanzieren“, so der Regionalsprecher Hiebl abschließend.

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