Von Thomas Bertram
Nicolas Cage und Laurence Fishburne spielen in diesem gewalttätigen Drogenfilm die tragenden Hauptrollen, dazu kommt Leslie Bibb als „Anne“, eine DEA-Ermittlerin, die einen sehr persönlichen Grund hat, die Hintermänner zu jagen.
Nicolas Cage als „The Cook“ soll den gesamten Ablauf des Kokain-Transportes aus Südamerika bis nach Kanada verfolgen, weil die letzte Ladung gestreckt und verunreinigt ankam. Dass sein wesentlicher Mitarbeiter „The Man“ (Laurence Fishburne) dahintersteckt, wird ihm erst am Ende klar. Wir begleiten einerseits „The Man“ in Clubs, wo er sein Zeug verteilt und dabei unbeabsichtigt Leichen hinterlässt, sich aber kaum drum schert.

Doch hauptsächlich zeigt uns der Film den beschwerlichen Weg von den Anbaufeldern, wo eine Bauernfamilie das Coca erntet und zu Kilobarren zusammenpresst, und dieses Paket jetzt per immer neuem Kurier und Verkehrsmittel Richtung Nordamerika bewegt.
Der Bauer wird überfallen, kann sich aber den Weg frei schießen, in Mexiko rettet „The Cook“ die Lieferung vor einem Überfall von Gangstern, die zuvor die Polizisten einer Straßensperre beseitigt haben. Ein Kurier, der sich für den Eigenbedarf 10 Gramm abgezweigt hat, wird ausgetauscht (das ist jetzt freundlich ausgedrückt) und wir sehen, was mit dem Mann passiert ist, der ein ganzes Kilo stehlen konnte.
Die allgegenwärtige Korruption auf dem Weg wird nicht verschwiegen, da kann trotz eines Spürhundes die Ladung an einer Kontrolle vorbeikommen, da sitzt ein Provinzgouverneur mit den obersten Bossen zusammen und verspricht, auf seine Generäle besser aufzupassen, die gerade eine ganze LKW-Ladung gestoppt hatten.
Es gibt einen extrem dramatischen Schluss, als sich The Cook und The Man durch das verschneite Grenzgebiet USA/Kanada kämpfen und nur einer von Ihnen mit der Ladung beim Boss ankommt. Jetzt fehlen wirklich nur die 10 Gramm. Doch in irgendeiner Form kommt die Strafe bei den Tätern an, wie wird hier nicht verraten.
Der Film hat eine FSK von nur 16, was ich für ziemlich gewagt halte, weil die blutigen Szenen doch manchmal sehr drastisch und deutlich gefilmt wurden. Falls hier etwas geschönt wurde, dann möchte ich nicht wissen, wie die Realität ist.
Wer auf einen fast dokumentarischen, harten Spielfilm steht und sich Nicolas Cage und Laurence Fishburne als fiese Bösewichter anschauen möchte, der ist hier absolut richtig. „Dokumentarisch“ ist in diesem Zusammenhang nicht ironisch gemeint. Man sieht die Strapazen und Gefahren des Drogenschmuggels und erfährt per Einblendung, wie es mit jeder Etappe an Wert gewinnt. Der Bauer bekommt wenige Tausend Dollar, die Ladung, die in Kanada ankommt, ist auf der Straße Millionen wert.
