DAS WICHTIGSTE IM ÜBERBLICK:
· 400 Geisterfahrer werden im Jahr 2024 im Ö3-Verkehrsservice gemeldet – das ist gegenüber 2023 ein Rückgang um 44 Meldungen oder 10 Prozent.
· 2024 werden bei Geisterfahrerunfällen zwei Menschen getötet (2023 ebenfalls zwei Tote), eine Person wird schwer verletzt, 23 werden leicht verletzt.
· Insgesamt ereignen sich 11 Unfälle mit Geisterfahrern (2023: 14).
· Im Bundesländerranking führt erstmals seit 2018 die Steiermark, knapp gefolgt von Niederösterreich und Kärnten. Die wenigsten Falschfahrer werden in Wien gemeldet.
· In der Steiermark und im Burgenland steigen die Zahlen leicht an, alle anderen Bundeländer verzeichnen Rückgänge.
· Der „Wörtherseeabschnitt“ in Kärnten auf der A2 zwischen Klagenfurt und Villach bleibt das Autobahnteilstück mit den meisten Meldungen, zusammen mit der Semmeringer Schnellstrasse (S6) im steirischen Abschnitt mit je 20 Geisterfahrern. Der A2-Wörtherseeabschnitt ist das Teilstück mit den insgesamt meisten Falschfahrern seit Beginn der Aufzeichnungen.
· Als „Geisterfahrer-Hotspot“ gilt wie im Vorjahr der Großraum Villach. Hier werden auf der A2, der A10, der A11 und am Knoten Villach insgesamt 65 Geisterfahrer gezählt – das entspricht 16 % aller Falschfahrer in ganz Österreich. Oder anders ausgedrückt: Jeder sechste Geisterfahrer wird 2024 im Großraum Villach gesichtet.
· Der stärkste Monat im Jahr 2024 ist der August mit 49 Meldungen. Das Sommerquartal (Jun-Sep) ist die stärkste Jahreszeit. Im Februar werden mit 20 Geisterfahrern die wenigsten gezählt.
· Geisterfahrten bleiben ein „Freizeitphänomen“: Auch im Jahr 2024 sind an den Wochenenden mehr Geisterfahrer unterwegs als an Werktagen. Der Wochentag mit den meisten Geisterfahrern ist der Samstag. Im Tagesverlauf sind die Geisterfahrer 2024 mehrheitlich am späten Abend zwischen 21 und 24 Uhr unterwegs. Am geringsten ist das Risiko einem Geisterfahrer zu begegnen in den Morgenstunden (6-9 Uhr).
· Tagesrekord: Am 25. Juni 2024, einem Dienstag, werden sieben Geisterfahrer registriert (Allzeitrekord: 10 Meldungen an einem Tag aus dem Jahr 2006).
· Hauptgründe für Geisterfahrten sind Alkohol- und Drogeneinfluss, aber auch Überforderung und Ablenkung.
VORARLBERG:
Vorarlberg verzeichnet mit 11 Geisterfahrermeldungen einen kräftigen Rückgang und wird vom Burgenland im Bundesländerranking überholt. Die Anzahl liegt unter dem langjährigen Durchschnitt.
In der Ö3-Geisterfahrerstatistik werden alle Geisterfahrer-Warnmeldungen ausgewertet, die im Hitradio Ö3 durchgesagt und über TMCplus an die Navigationsgeräte ausgesendet werden. Quelle der Meldungen ist in fast allen Fällen die Polizei, nur vereinzelt kommen die Meldungen direkt von Hörerinnen und Hörern.