Knapp 300 Schüler und Lehrpersonen sowie Vertreter des Schulamtes und der Liechtensteiner Wirtschaftskammer und auch der Industrie- und Handelskammer trafen sich heute Vormittag im Gemeindesaal in Triesen zu einer erfolgreichen Kick-Off Veranstaltung der Berufscheckwoche, welche alle Lernenden der achten Schulstufe betrifft.
70 Lehrberufe in 100 Lehrbetriebe – das ist eine ordentliche Zahl, die sich sehen lassen kann. „Seid mutig, stellt Fragen, öffnet eure Sinne und erkundet Berufe“ sagte Schulamtsleiterin Rachel Guerra bei ihrer motivierenden Rede und sprach über die Chance, die den Schülern aus ganz Liechtenstein zuteil wird. Auch persönliche Erfahrungen eines dreiwöchiges Praktikums an der Waro-Kassa und die daraus gewonnenen Erkenntnisse tat Guerra den Jugendlichen kund.
Anschließend hieß es einmal mehr (wir haben aufgehört zu zählen, wie oft es bereits war) Bühne frei für den Motivationscoach und ehemaligen Lehrer Gregor Loser aus der benachbarten Schweiz. Mit seinem Dauerbrenner „Fit für die Lehre“ und den gleichen Folien wie vor zwei Jahren motivierte er die Jugendlichen und animierte respektive bewarf sie mit Brügeli, wenn sie mitmachten, frei nach dem Motto „Statt Blockade eine Schokolade“. Der praxisbezogene Impulsvortrag wurde seitens der Teilnehmer sehr gut und mit großem Interesse angenommen. „Bewusst schenke ich meinen Zielen die notwendige Aufmerksamkeit und konzentriere mich auf die Umsetzung, was mir Motivation und Freude bringt“ lautete etwa eine der Devisen von Loser, der viel über Eigenmotiviation und gute Laune sprach und erklärte, wie wichtig Freude bei allem ist, was wir tun. Und natürlich, dass das TUN überhaupt das Wichtigste ist. Losers Mission war einmal mehr im FL, bei den Jugendlichen ein positives Mindset zu verankern: „Je mehr positive Gedanken, desto mehr Energie, desto mehr Motivation und gute Laune!“
Schulamtsleiterin Rachel Guerra (links) und LIHK Geschäftsführerin Brigitte Haas (rechts)
Nach der Pause mit Mineral, Kaffee oder Schorley sowie Croissants ging es weiter mit praktischen Anwendungen, etwa „bewusst etwas tun“ – zum Beispiel beim Zähne putzen nur ans Zähneputzen zu denken und seine Gedanken zu kanalisieren, die „Smartphone 3+7 Regel“, bei der drei Stunden vor dem Schlafengehen und für sieben Stunden Schlaf eine Summe von zehn Stunden ohne digitales Endgerät unsere Gehirne entspannen soll, oder ein „Dankbarkeitsritual am Abend“ oder die „4-7-8 Regel“ bei der wir uns auf den Atem konzentrieren: 4 Sekunden einatmen, 7 Sekunden halten und 8 Sekunden ausatmen. Zum Schluss dieser gelungenen Auftaktveranstaltung sprach die Geschäftsführerin der LIHK, der Liechtensteinischen Industrie- und Handelskammer, Brigitte Haas, und setzte ihren beiden Vorrednern mit ihren hochmotivierenden Worten noch ein Sahnehäubchen auf, bevor sie die mit tosendem Applaus begeisterten Schüler aus dem ganzen Ländle in die einzelnen Betriebe und Workshop entließ, welche die ganze Woche über bis Freitag im Ober- und Unterland stattfinden und hilfreiche Einblicke in die Arbeitswelt liefern.