Die Industriellenvereinigung (IV) Vorarlberg warnt: Das Aus des Flughafens Altenrhein wäre ein herber Rückschlag für den Wirtschaftsstandort Rheintal.
Die Industriellenvereinigung (IV) Vorarlberg warnt angesichts des drohenden Aus der Schweizer Bundes-Mitfinanzierung des Flughafens Altenrhein vor einem wirtschaftspolitischen Fehltritt mit weitreichenden Folgen für den gesamten grenzüberschreitenden Wirtschaftsraum. „Der Flughafen Altenrhein ist keine nette Zusatzinfrastruktur, sondern ein zentraler Standortfaktor – insbesondere für Vorarlberg. Wer hier den Rotstift ansetzt, setzt langfristige Wertschöpfung, Wettbewerbsfähigkeit und Arbeitsplätze aufs Spiel“, sagt IV-Vorarlberg-Geschäftsführer Simon Kampl.
Wertschöpfung von 56 Millionen Euro
Bereits 2018 hat die IV-Vorarlberg mit Partnern aus der Ostschweiz eine umfassende Studie zur ökonomischen Bedeutung des Flughafens in Auftrag gegeben. Die Ergebnisse waren eindeutig: Jeder Euro Umsatz am Flughafen löst 84 Cent Bruttowertschöpfung in der Region aus. Insgesamt betrug der regionale Wertschöpfungseffekt damals bereits rund 56 Millionen Euro, mit einem Wertschöpfungsmultiplikator von 2,1. Zusätzlich sichert jeder Arbeitsplatz am Flughafen einen weiteren in der Region – insgesamt waren es über 500 Arbeitsplätze, die direkt oder indirekt mit dem Betrieb verbunden sind. „Diese Zahlen sprechen für sich. Es wäre fahrlässig, die wirtschaftliche Bedeutung zu unterschätzen“, warnt Simon Kampl. Zudem bringt der Flughafen enorme Zeitvorteile, vor allem für Geschäftsreisende aus Vorarlberg.
Verantwortung übernehmen
Die IV Vorarlberg fordert die politischen Entscheidungsträger in der Schweiz und Vorarlberg auf, keinen kurzfristigen Sparmaßnahmen zu folgen und Verantwortung für den Wirtschaftsraum zu übernehmen. Das Rheintal sei ein überregional vernetzter Wirtschaftsraum, der eine funktionierende Luftverkehrsinfrastruktur brauche. Zudem sei eine Diskussion über den über 30 Jahre alten Flughafen-Staatsvertrag zwischen dem Kanton St. Gallen und Vorarlberg dringend erforderlich.